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25.06.2020

Digitalisierung nach dem Lockdown

Was bleibt vom Digitalisierungsschub nach dem Fernunterricht? Dieser Frage geht die neue Ausgabe des Folios (Berufsbildung Schweiz) nach. Die befragten Schulleiter*innen, Lehrpersonen und (Berufs-)Bildungsexperten prognostizieren  folgende Tendenzen: - Ausbau der Infrastruktur (z.B. WLAN) in Schulhäusern
- Keine einheitlichen Vorgaben, wie Digitalisierung auszusehen habe, sondern …

Digitalisierung nach dem Lockdown


Was bleibt vom Digitalisierungsschub nach dem Fernunterricht? Dieser Frage geht die neue Ausgabe des Folios (Berufsbildung Schweiz) nach. Die befragten Schulleiter*innen, Lehrpersonen und (Berufs-)Bildungsexperten prognostizieren  folgende Tendenzen:

- Ausbau der Infrastruktur (z.B. WLAN) in Schulhäusern
- Keine einheitlichen Vorgaben, wie Digitalisierung auszusehen habe, sondern möglichst grosse Freiheiten für die einzelnen Berufsgruppen und Fächer
- Fortschritte im Blended Learning: bessere Verbindung von analogem und digitalem Unterricht
- Vermehrt pädagogisch motivierter Einsatz von Fernunterricht neben dem Präsenzunterricht

Der Bildungsticker meint: Besonders der letzte Punkt wird noch viel zu reden geben, zumal er als Sparmassnahme missbraucht werden könnte. Die Frage indes ist spannend: Wie kann ein digitales Schulhaus aussehen?


Digitalisierung und Corona. Berufsbildung Schweiz BCH. Nr. 3/20.

 

 

 


23.06.2020

Bildung nach der Lehre

Nach der Lehre geht der Bildungsweg für die meisten jungen Erwachsenen weiter. Weniger als die Hälfte (48 Prozent) arbeitet fünf Jahre nach dem Lehrabschluss im erlernten Beruf. Das zeigen neue Zahlen des Bundesamts für Statistik BfS. Etwas mehr als ein Viertel (26 Prozent) bewegt sich beruflich nach oben und arbeitet in einem Beruf mit höherem Qualifikationsniveau. Ein …

Bildung nach der Lehre


Nach der Lehre geht der Bildungsweg für die meisten jungen Erwachsenen weiter. Weniger als die Hälfte (48 Prozent) arbeitet fünf Jahre nach dem Lehrabschluss im erlernten Beruf. Das zeigen neue Zahlen des Bundesamts für Statistik BfS. Etwas mehr als ein Viertel (26 Prozent) bewegt sich beruflich nach oben und arbeitet in einem Beruf mit höherem Qualifikationsniveau. Ein knapppes Viertel (22 Prozent) bewegt sich horizontal und ist in einem anderen Beruf mit ähnlichem Qualifiktationsniveau tätig. Vier Prozent sind sind in einem Beruf mit tieferer Qualifikaiton tätig. Bei der beruflichen Bewegung nach oben handelt es sich meist um Spezialislierungen innerhalb eines Tätigkeitsfelds, etwa von Fachangestellten Gesundheit zu Pflegefachpersonen. Bei der Berufswahl ist die Orientierung am Arbeitsmarkt tief: Nur zwei von 10 Personen lernen einen Beruf mit hohem Fachkräftemangel (gemäss Bedarfsindex des SECO). Hingegen nach der Lehre lässt sich eine hohe Orientierung am Arbeitsmarkt feststellen.  Viele wechseln zu Berufen mit hohem Fachkräftemangel: 28 Prozent von jenen mit einem EFZ, 45 Prozent von jenen mit einer Tertiärausbildung. Wie die berufliche Situation nicht nur fünf, sondern 10 und mehr Jahre nach dem EFZ aussieht, darüber gibt das BfS keine Antwort.

Ein Viertel der jungen Erwachsenen mit EFZ ist fünf Jahre nach dem Abschluss in einem höher qualifizierten Beruf tätig. Medienmitteilung BfS. 26.5.2020

 

 

 

 

 


17.06.2020

Stabile Bildungsausgaben

Die öffentlichen Ausgaben für Bildung entwickeln sich stabil. Im Jahr 2017 sind sie leicht angestiegen auf 5.7 Prozent des Bruttoinlandprodukts BIP (2013 5.5 Prozent, 2000 4,9 Prozent). Sie machen 17,6 Prozent der öffentlichen Ausgaben aus (2013 17,2 Prozent). In totalen Zahlen ausgedrückt betragen sie im Jahr 2017 38 Milliarden (2010 33 Milliarden). Dieser Zunahme der totalen …

Stabile Bildungsausgaben


Die öffentlichen Ausgaben für Bildung entwickeln sich stabil. Im Jahr 2017 sind sie leicht angestiegen auf 5.7 Prozent des Bruttoinlandprodukts BIP (2013 5.5 Prozent, 2000 4,9 Prozent). Sie machen 17,6 Prozent der öffentlichen Ausgaben aus (2013 17,2 Prozent). In totalen Zahlen ausgedrückt betragen sie im Jahr 2017 38 Milliarden (2010 33 Milliarden). Dieser Zunahme der totalen Zahlen stehen die stabilen Ausgaben pro Kopf gegenüber. Den Staat kostet 2017 eine Person in Ausbildung in der obligatorischen Schule 20’900 Franken (2013 19’900), auf der Sekundarstufe II 16’500 Franken (2013 16’200 Franken) und auf Tertiärstufe 31’300 Franken (2013 30’600).


Bildungsfinanzen. Rechnungsjahre 2017/18. BfS. 2020.

 

 

 


17.06.2020

Verschärfter Lehrermangel

Der Lehrermangel hat sich im vergangenen Jahr weiter verschärft. Er betrifft alle Stufen, besonders die Sekundarstufe I. Besonders stark betroffen sind Deutschschweiz, und dort die Heilpädagogik, das Fach Französisch und die Logopädie. 
LCH sehr besorgt über Personalmangel an Schulen. LCH.

Verschärfter Lehrermangel


Der Lehrermangel hat sich im vergangenen Jahr weiter verschärft. Er betrifft alle Stufen, besonders die Sekundarstufe I. Besonders stark betroffen sind Deutschschweiz, und dort die Heilpädagogik, das Fach Französisch und die Logopädie. 


LCH sehr besorgt über Personalmangel an Schulen. LCH. 15.6.2020

 

 

 


17.06.2020

Motion Aebischer zum zweiten

Vor dem Schuljahresende versucht der Bildungsticker, den Blick wieder zu öffnen und einige Nachrichten zu bringen, die nicht mit der aktuellen Krise zu tun haben.
Nationalrat Matthias Aebischer (SP) verlangt in einer Motion zum zweiten Mal nach einer Titeläquivalenz für die höhere Berufsbildung. Dies, nachdem in Deutschland neu die Titel “Bachelor Professional” …

Motion Aebischer zum zweiten


Vor dem Schuljahresende versucht der Bildungsticker, den Blick wieder zu öffnen und einige Nachrichten zu bringen, die nicht mit der aktuellen Krise zu tun haben.


Nationalrat Matthias Aebischer (SP) verlangt in einer Motion zum zweiten Mal nach einer Titeläquivalenz für die höhere Berufsbildung. Dies, nachdem in Deutschland neu die Titel “Bachelor Professional” und “Master Professional” für die Berufsbildung vergeben werden. Der Bundesrat beantragt erneut die Ablehnung der Motion. 


Titeläquivalenz für die höhere Berufsbildung. Motion. Stellungnahme des Bundesrates. 13.5.2020

 

 

 


12.06.2020

War die Schulschliessung unnötig?

“Aus epidemiologischer Sicht” sei die Schulschliessung nicht nötig gewesen, hatte der frisch pensionierte damalige Direktor des Gesundheitsamtes BAG, Daniel Koch, im Interview verlauten lassen und damit für Verwirrung gesorgt. Nun stellt sich Bundesrat Alain Berset hinter Koch: Mit den damaligen Informationen sei die Schulschliessung richtig gewesen. Heute wisse man besser, …

War die Schulschliessung unnötig?


“Aus epidemiologischer Sicht” sei die Schulschliessung nicht nötig gewesen, hatte der frisch pensionierte damalige Direktor des Gesundheitsamtes BAG, Daniel Koch, im Interview verlauten lassen und damit für Verwirrung gesorgt. Nun stellt sich Bundesrat Alain Berset hinter Koch: Mit den damaligen Informationen sei die Schulschliessung richtig gewesen. Heute wisse man besser, dass die Kinder keine grosse Rolle spielen bei der Verbreitung des Virus. Aus dieser zeitlichen Distanz sei die Frage nach der Notwendigkeit der Schulsschliessung durchaus zulässig. 


Alain Berset in der Fragestunde des Nationalrats. Mündliche Antwort. Parlament. 8.6.2020