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14.01.2019

ETH Zürich - Von Direktoren und Niveaus

Offenbar ist das Niveau der Maturanden ganz plötzlich sprunghaft angestiegen. Jedenfalls sagt der neue ETH-Präsident Joël Mesot im Interview mit der NZZ am Sonntag: "Die Qualität der Maturanden ist sehr hoch." Unter seinem Vorgänger Lino Guzzella klang das noch anders. "Das Niveau ist gesunken", wusste er 2012 im Interview. Obwohl 35 Prozent der StudienanfängerInnen …

ETH Zürich - Von Direktoren und Niveaus


Offenbar ist das Niveau der Maturanden ganz plötzlich sprunghaft angestiegen. Jedenfalls sagt der neue ETH-Präsident Joël Mesot im Interview mit der NZZ am Sonntag: "Die Qualität der Maturanden ist sehr hoch." Unter seinem Vorgänger Lino Guzzella klang das noch anders. "Das Niveau ist gesunken", wusste er 2012 im Interview. Obwohl 35 Prozent der StudienanfängerInnen im ersten Jahr an der ETH rausfliegen, will Mesot keine Aufnahmeprüfung, denn schon heute ist der Anteil Studierender aus nichtuniversitären Familien am Sinken. Bezeichnenderweise ist Mesot der erste seiner Familie, der studiert hat. Der Bildungsticker bedankt sich bei Herrn Mesot für die Blumen!

Furger, Michael und Donzé, René: ETH-Präsident reagiert auf Mobbingfall: «Professoren sollen Führungskurse absolvieren». NZZ am Sonntag. 12. Jan. 2019


12.01.2019

Digital – Vernetzte Lernumgebung

Lehrmittel sollen zunehmend digital werden. Das fordert der Expertenbericht «Lehrmittel in einer digitalen Welt» der Interkantonale Lehrmittelzentrale. Verfasst wurde er von Beat Döbeli Honegger, Werner Hartmann und Michael Hielscher. Der Digitalisierungsgrad der Lehrmittel wird in vier Stufen angegeben: erstens das herkömmliche Sachbuch, zweitens das Buch mit digitalen …

Digital – Vernetzte Lernumgebung


Lehrmittel sollen zunehmend digital werden. Das fordert der Expertenbericht «Lehrmittel in einer digitalen Welt» der Interkantonale Lehrmittelzentrale. Verfasst wurde er von Beat Döbeli Honegger, Werner Hartmann und Michael Hielscher. Der Digitalisierungsgrad der Lehrmittel wird in vier Stufen angegeben: erstens das herkömmliche Sachbuch, zweitens das Buch mit digitalen Zusätzen, drittens das vollständig digital konzipierte Lehrmittel, viertens die vernetzte und adaptive Lehr- und Lernumgebung. Der entscheidende Schritt befindet sich zwischen den Stufen zwei und drei. Rein digitale Lehrmittel brauchen die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren wie Schule und Politik: Die Lernenden müssen mit digitalen Geräten ausgerüstet werden. Zudem sollen allzu föderale Strukturen überwunden werden: Nicht jede Schule soll beim Thema Digitalisierung selbst entscheiden dürfen.

Albisser, Adrian: Von Educationflix, Pro Schuola und anderen Szenarien. Bildung Schweiz 1/2019. s.35

Döbeli, Hartmann, Hierscher: Lehrmittel in einer digitalen Welt. ilz 2018


05.01.2019

USA - Wachsende Bildungskritik

58 Prozent der Republikaner sind der Meinung, dass Colleges und Universitäten dem Land schaden. Nur 36 Prozent sind der Meinung, dass sie etwas nützen. Das zeigen aktuelle Umfragen, publiziert durch die Washington Post. Die Auffassung, dass es höhere Bildung nicht braucht, argumentiert in der Regel mit grossen Firmen wie Google oder Apple, die keinen College-Abschluss mehr …

USA - Wachsende Bildungskritik


58 Prozent der Republikaner sind der Meinung, dass Colleges und Universitäten dem Land schaden. Nur 36 Prozent sind der Meinung, dass sie etwas nützen. Das zeigen aktuelle Umfragen, publiziert durch die Washington Post. Die Auffassung, dass es höhere Bildung nicht braucht, argumentiert in der Regel mit grossen Firmen wie Google oder Apple, die keinen College-Abschluss mehr verlangen. Oder man verweist auf Prominente wie Bill Gates oder Marc Zuckerberg, die das Studium nicht abschlossen. Diesen Mythen stellt der Artikel aktuelle Evidenz gegenüber: Je reicher die Eltern, desto eher schicken sie ihre Kinder ins College. (Chetty 2015). Höhere Bildung führt zu höheren Einkommen - auch für Kinder aus armen Schichten. Hingegen stimmt es, dass gewisse Branchen und Jobs trotz höherer Bildung immer schlechter bezahlt sind. Lehrpersonen zum Beispiel verdienen mittlerweile 17 Prozent weniger als der Durchschnitt, vor zwanzig Jahren waren es noch vier Prozent weniger. Gleichzeitig steigt die Verschuldung fürs Studium, weil der Staat die Bildungsausgaben zurückfährt. Für ein Medizinstudium verschuldet man mit durchschnittlich 250'000 Dollar.

 

Strauss, Valerie: Four common lies about higher education. Washington Post. 3.1.2019


05.01.2019

Pädagogik - Schule der Zukunft

In der NZZ am Sonntag haben Michael Furger und Anja Burri zwölf Persönlichkeiten befragt, wie die Schule der Zukunft aussehen wird. Die Schule der Zukunft müsse etwas leisten, was Technologie nicht leisten kann, sagt Medienexperte Philippe Wampfler. Mathematikaufgaben lösen oder Adjektive üben könne man auch zuhause am Computer. Der chinesische Unternehmer Jack Ma, …

Pädagogik - Schule der Zukunft


In der NZZ am Sonntag haben Michael Furger und Anja Burri zwölf Persönlichkeiten befragt, wie die Schule der Zukunft aussehen wird. Die Schule der Zukunft müsse etwas leisten, was Technologie nicht leisten kann, sagt Medienexperte Philippe Wampfler. Mathematikaufgaben lösen oder Adjektive üben könne man auch zuhause am Computer. Der chinesische Unternehmer Jack Ma, Gründer der Online-Plattform Alibaba, meint programmatisch: Alles, was man unterrichtet, muss sich von dem unterscheiden, was Maschinen können. Das fasst das 4K-Modell der US-Organisation "Partnership for 21st Century Learning" zu vier Kompetenzen zusammen: Kommunikation, Kreativität, kritisches Denken, Kollaboration.

 

Furger, Michael und Burri, Anja: Schule der Zukunft. NZZ am Sonntag. 29.12.2018


05.01.2019

Pädagogik - Schule 2050

Jetzt also auch noch Harari! Nach Richard Precht findet auch der aktuell wohl meistgelesene Autor Yuval Harari, die Schule solle die Lernenden nicht mehr mit Wissen vollstopfen. Als hätte es nie eine reformpädagogische Kritik am Nürnberger Trichter gegeben, wird hier Altbekanntes als neue Schulreform verkauft. Wechsel sei die einzige Konstante, kann man etwa lesen, oder Wissen sei …

Pädagogik - Schule 2050


Jetzt also auch noch Harari! Nach Richard Precht findet auch der aktuell wohl meistgelesene Autor Yuval Harari, die Schule solle die Lernenden nicht mehr mit Wissen vollstopfen. Als hätte es nie eine reformpädagogische Kritik am Nürnberger Trichter gegeben, wird hier Altbekanntes als neue Schulreform verkauft. Wechsel sei die einzige Konstante, kann man etwa lesen, oder Wissen sei heute überall und jederzeit verfügbar. Spannender, wenn auch nicht neu, ist bei Harari folgender Gedanke: Was bedeutet Lernen in einer Zukunft mit Cyborgs oder Menschen mit genmanipulierten Superhirnen?

 

Harari, Yuval: 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert 

Harari, Yuval: Yuval Harari on what the year 2500 has in store for humankind. Wired. 2018


05.01.2019

Schweiz - Forderung nach mehr Chancengerechtigkeit

Schweiz - Forderung nach mehr Chancengerechtigkeit Der Schweizerische Wirtschaftsrat SWR fordert in seiner Publikation "Soziale Selektivität" (2018) mehr Einsatz von Bund und Kantonen für mehr Chancengerechtigkeit in der Bildung. Konkret empfiehlt der Rat mehr Austausch und Koordination zwischen Bund und Kantonen, die Bekräftigung von Chancengerechtigkeit als Ziel in der …

Schweiz - Forderung nach mehr Chancengerechtigkeit


Schweiz - Forderung nach mehr Chancengerechtigkeit

 

Der Schweizerische Wirtschaftsrat SWR fordert in seiner Publikation "Soziale Selektivität" (2018) mehr Einsatz von Bund und Kantonen für mehr Chancengerechtigkeit in der Bildung. Konkret empfiehlt der Rat mehr Austausch und Koordination zwischen Bund und Kantonen, die Bekräftigung von Chancengerechtigkeit als Ziel in der kommenden Botschaft zur Förderungen von Bildung, Forschung und Innovation 2021-24, mehr frühkindliche Förderung, gezielte Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund, mehr Forschung zum Thema.

 

Quelle: Becker, Rolf und Schoch, Jürg: Soziale Selektivität. Expertenbericht im Auftrag des SWR. Politische Analysen 3/2018