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25.03.2019

Männerbastion Forschung

Im internationalen Vergleich sind in Europa die Frauen in der Forschung untervertreten. Und innerhalb Europas ist ihr Anteil in der Schweiz noch einmal unterdurchschnittlich. Das zeigen neue Zahlen des Bundesamts für Statistik BfS. Seit mehreren Jahren ist in der Schweiz der Zugang zu den Hochschulen nach Geschlechtern ausgeglichen.  2016 machten die Frauen sogar 54 Prozent der …

Männerbastion Forschung


Im internationalen Vergleich sind in Europa die Frauen in der Forschung untervertreten. Und innerhalb Europas ist ihr Anteil in der Schweiz noch einmal unterdurchschnittlich. Das zeigen neue Zahlen des Bundesamts für Statistik BfS. Seit mehreren Jahren ist in der Schweiz der Zugang zu den Hochschulen nach Geschlechtern ausgeglichen.  2016 machten die Frauen sogar 54 Prozent der Diplomierten (Bachelor und Master) aus. Doch nach dem Studium kippt das Verhältnis: je höher die akademische Position, desto weniger Frauen. 2016 sind unter den Doktorierten in der Schweiz 44 Prozent Frauen (EU 48 Prozent). Im akademischen Mittelbau sind es 41 Prozent (EU 46 Prozent). Auf der höchsten akademischen Stufe beträgt ihr Anteil weniger als ein Viertel, nämlich 23 Prozent (EU 24 Prozent).  Die Zahlen variieren stark je nach Fachbereich. In der Schweiz sind die Frauen z.B. in der Informatik stark untervertreten, sie stellen gerade mal 15 Prozent der Doktorierten. Übervertreten sind sie hingegen in der Tiermedizin und der Pädagogik. Die gute Nachricht zum Schluss: Zwar nur langsam aber immerhin - die Unterschiede zwischen den Geschlechtern nehmen ab.

BfS: Frauen und Wissenschaft 2018. 8.3.2019


21.03.2019

Schweiz - Bildungsstand

52 Prozent sind es in der Stadt Zürich, 49 im Bezirk Nyon, 44 im Kanton Genf. Aber nur 17 im Bezirk Raron im Wallis, 21 im Entlebuch und 22 in der Surselva. Die Rede ist vom Anteil Personen mit tertiärer Bildung (Hochschulen und Höhere Berufsbildung) an der Bevölkerung ab 25 Jahren. Gerechnet hat das Bundesamt für Statistik mit einem Mittelwert der Jahre 2015 bis 2017. …

Schweiz - Bildungsstand


52 Prozent sind es in der Stadt Zürich, 49 im Bezirk Nyon, 44 im Kanton Genf. Aber nur 17 im Bezirk Raron im Wallis, 21 im Entlebuch und 22 in der Surselva. Die Rede ist vom Anteil Personen mit tertiärer Bildung (Hochschulen und Höhere Berufsbildung) an der Bevölkerung ab 25 Jahren. Gerechnet hat das Bundesamt für Statistik mit einem Mittelwert der Jahre 2015 bis 2017. Auf den Karten des BfS finden Sie die Daten zu Ihrem Wohnbezirk.

 

BfS 2019: Höchster Bildungsabschluss: Tertiärstufe, 2015-2017


21.03.2019

Obwalden – Kein Schwerpunktfach Latein mehr

Der Kanton Obwalden streicht das Schwerpunktfach Latein. Seit dem Schuljahr 2015/16 ist es nicht mehr zustande gekommen. Auch andere Kantone streichen Latein oder stufen es zurück. Luzern streicht Latein ab dem kommenden Schuljahr im Untergymnasium. Schaffhausen streicht es aus dem Lehrplan der Volksschule. An der Universität Zürich verlangen die Fächer Geschichte und …

Obwalden – Kein Schwerpunktfach Latein mehr


Der Kanton Obwalden streicht das Schwerpunktfach Latein. Seit dem Schuljahr 2015/16 ist es nicht mehr zustande gekommen. Auch andere Kantone streichen Latein oder stufen es zurück. Luzern streicht Latein ab dem kommenden Schuljahr im Untergymnasium. Schaffhausen streicht es aus dem Lehrplan der Volksschule. An der Universität Zürich verlangen die Fächer Geschichte und Musikwissenschaft ab dem kommenden Herbstsemester keine Vorkenntnisse in Latein mehr, man kann es studienbegleitend nachholen. Bereits 2017 fiel die Lateinpflicht für Germanistik weg, 2015 für Philosophie, Kunstgeschichte und Anglistik, 1968 für Medizin.  Martin Stüssi, Präsident des Altphilologenverbands, kritisiert die Entwicklung. Bildung sollte laut Stüssi nur zu einem kleinen Teil nach dem Prinzip des unmittelbaren Nutzens funktionieren.

Krummenacher, Jörg: Mit dem Latein am Ende? NZZ. 21.3.2019


18.03.2019

USA - Schwindende Bedeutung der Geisteswissenschaften

In den USA findet ein drastischer Rückgang der Geisteswissenschaften statt. In Englisch sind die Masterabschlüsse seit den 90er Jahren um fast 50 Prozent zurückgegangen, in Geschichte seit 2007 um 45 Prozent. Institute schliessen, ProfessorInnen werden entlassen, Budgets werden gekürzt. Hinzu kommt der Verlust der Wertschätzung: Fächer wie Philosophie oder Sprache, …

USA - Schwindende Bedeutung der Geisteswissenschaften


In den USA findet ein drastischer Rückgang der Geisteswissenschaften statt. In Englisch sind die Masterabschlüsse seit den 90er Jahren um fast 50 Prozent zurückgegangen, in Geschichte seit 2007 um 45 Prozent. Institute schliessen, ProfessorInnen werden entlassen, Budgets werden gekürzt. Hinzu kommt der Verlust der Wertschätzung: Fächer wie Philosophie oder Sprache, die einst das Rückgrat der humanistischen Bildung, ausmachten, gelten spätestens seit der Finanzkrise von 2008 als unnütz und irrelevant. Amerikanische Studierende wappnen sich lieber mit MINT-Fächern, Jura oder Ökonomie für den Arbeitsmarkt und seine Themen: Digitalisierung, Big Data, Gentechnik. In der Schweiz ist die Situation (noch) weniger dramatisch: Insgesamt sinkt die Zahl der Studierenden in den Sozial- und Geisteswissenschaften kaum. Doch gewisse Fächer wie Germanistik, Geschichte, Philosophie und Soziologie sind in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Dieser Trend dürfte all jene freuen, für die es schon lange zu viele GeisteswissenschaftlerInnen gibt.

 Müller, Felix E.: Geschichte fällt heute aus - die Geisteswissenschaften in den USA verlieren an Bedeutung. Und in der Schweiz? NZZ am Sonntag. 16.3.2019


16.03.2019

Schweiz - Mehr Klimastreikende

Die Bewegung wächst: Am weltweiten Protesttag am 15. März gingen in der Schweiz 65'000 Menschen auf die Strasse. Sie forderten die Umsetzung des Pariser Abkommens und die Ausrufung des nationalen Klimanotstandes. Erwachsene solidarisierten sich mit den Jugendlichen, auch Bundesrätin Sommaruga zeigte Verständnis. sda/blac: Weltweiter Protesttag. Für das Klima auf die …

Schweiz - Mehr Klimastreikende


Die Bewegung wächst: Am weltweiten Protesttag am 15. März gingen in der Schweiz 65'000 Menschen auf die Strasse. Sie forderten die Umsetzung des Pariser Abkommens und die Ausrufung des nationalen Klimanotstandes. Erwachsene solidarisierten sich mit den Jugendlichen, auch Bundesrätin Sommaruga zeigte Verständnis.

 

sda/blac: Weltweiter Protesttag. Für das Klima auf die Strasse - auch in der Schweiz. SRF. 15.3.2019


16.03.2019

Schweiz - Digitales Patriarchat

Der Fachkräftemangel könnte zu einem neuen, digitalen Patriarchat führen. Die Arbeit wird immer technischer. Der Arbeitsmarkt favorisiert die Männer, weil sie das "Richtige" studieren. Sie werden dank ihren naturwissenschaftlichen Studien stärker nachgefragt als die geisteswissenschaftlich gebildeten Frauen. Auch ihre Löhne steigen dank zunehmendem Technikermangel. …

Schweiz - Digitales Patriarchat


Der Fachkräftemangel könnte zu einem neuen, digitalen Patriarchat führen. Die Arbeit wird immer technischer. Der Arbeitsmarkt favorisiert die Männer, weil sie das "Richtige" studieren. Sie werden dank ihren naturwissenschaftlichen Studien stärker nachgefragt als die geisteswissenschaftlich gebildeten Frauen. Auch ihre Löhne steigen dank zunehmendem Technikermangel. Schon als Buben dürfen sie dank MINT-Förderung immer mehr Zeit am Computer verbringen. Derweil versucht man bei vielen Mädchen vergeblich, wie es euphemistisch heisst, ihr "Interesse zu wecken". In der Hoffnung, sie würden dann aus diesem geweckten, eigenen Interesse heraus das wirtschaftlich Gewünschte studieren. Auf dieses Bubentrickli fallen die Mädchen nicht herein. Die Bilanz der MINT-Förderung ist denn auch ernüchternd: In Physik an der ETH Zürich sind die Studentinnenzahlen in den letzten fünf Jahren kaum gestiegen, in Informatik und Mathematik sind sie sogar gesunken.

 

Wick, Hanna: Die sind doch nicht blöd. Die Zeit. 11.3.2019