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20.02.2020

OECD - Veraltete Zukunftsträume

Die Befragten sind jung - ihre Berufswünsche sind alt. Trotz Digitalisierung, Automatisierung und Künstlicher Intelligenz nennen die Jugendlichen in einer neuen OECD-Studie häufig Berufswünsche, die wenig Zukunft haben, insbesonder aus den Bereichen Fabrik-Produktion oder Büro-Administration. Viele kennen die neuen, zukunftsträchtigen Jobs noch gar nicht. Dazu …

OECD - Veraltete Zukunftsträume


Die Befragten sind jung - ihre Berufswünsche sind alt. Trotz Digitalisierung, Automatisierung und Künstlicher Intelligenz nennen die Jugendlichen in einer neuen OECD-Studie häufig Berufswünsche, die wenig Zukunft haben, insbesonder aus den Bereichen Fabrik-Produktion oder Büro-Administration. Viele kennen die neuen, zukunftsträchtigen Jobs noch gar nicht. Dazu gehören Jobs aus dem IT-Bereich oder im Gesundheitswesen. Die Berufsvorstellungen der Jugendlichen sind stark vom Bekannten, insbesondere von den Jobs der Eltern geprägt. Wie diese wollen sie gerne Ärztin, Lehrer, Polizistin oder Manager werden. Weiter zeigt die Studie: Jugendliche aus privilegierten Verhältnissen streben häufiger anspruchsvolle Jobs an als Jugendliche aus einfachen Verhältnissen - bei gleichen schulischen Leistungen. Weiterhin divergieren die Berufsvorstellungen stark nach Geschlecht. Von den mathematisch starken Jugendlichen sind es vor allem die Jungs, welche sich für Jobs im Bereich Naturwissenschaften und Ingenieurwesen interessieren. Die Mädchen aus dieser Gruppe interessieren sich eher für Berufe im Gesundheitswesen. Viele der Berufe, für die sich die Jugendlichen interessieren, gibt es in absehbarer Zeit nicht mehr. Die OECD rechnet damit, dass 39 Prozent von ihnen in den nächsten 15 Jahren durch die Automatisierung wegfallen. In hochentwickelten Ländern wie Deutschland und Japan liegt diese Wahrscheinlichkeit gar bei 45 Prozent. Andreas Schleicher, Mitautor der Studie, ruft die Schulen dazu auf, den Wandel der Arbeitswelt in der Schule vermehrt zu thematisieren. 


Medienmitteilung: Jugendliche sehen ihre Zukunft überwiegend in traditionellen Berufen. OECD. 22.1.2020. 

Mann, Anthony u.a.: Dreamjobs? Teenager’s Career Aspirations and the Future of Work. OECD. 2020.

 

 

 

 

 


20.02.2020

Deutschland - Neues Berufsbildungsgesetz

In Deutschland ist seit dem 1. Januar 2020 ein neues Berufsbildungsgesetz in Kraft. Die höhere Berufsbildung besteht neu aus drei aufeinander aufbauenden Fortbildungsstufen. Diese haben einheitliche Abschlussbezeichnungen: Geprüfte/r Berufsspezialist/in (entspricht der Schweizer Berufsprüfung), Bachelor Professional (bisher Meisterausbildung), Master Professional. Die Verwendung …

Deutschland - Neues Berufsbildungsgesetz


In Deutschland ist seit dem 1. Januar 2020 ein neues Berufsbildungsgesetz in Kraft. Die höhere Berufsbildung besteht neu aus drei aufeinander aufbauenden Fortbildungsstufen. Diese haben einheitliche Abschlussbezeichnungen: Geprüfte/r Berufsspezialist/in (entspricht der Schweizer Berufsprüfung), Bachelor Professional (bisher Meisterausbildung), Master Professional. Die Verwendung der Bezeichnungen “Bachelor” und “Master” dürfte auch in der Schweiz die Diskussion wieder anfachen.


Das neue Berufsbildungsgesetz (BBIG). Bundesministerium für Bildung und Forschung. Bonn. 2020

 

 

 


18.02.2020

Verändere die Schweiz! 2020

Im Februar ist die nationale Kampagne “Verändere die Schweiz!” 2020 des Dachverbands Schweizer Jugendparlamente gestartet. Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 25 Jahren können ihre Anliegen und Ideen, welche die nationale Politik betreffen, auf der Plattform www.engage.ch/schweiz posten. Im Anschluss wählen die dreizehn jüngsten National- und …

Verändere die Schweiz! 2020


Im Februar ist die nationale Kampagne “Verändere die Schweiz!” 2020 des Dachverbands Schweizer Jugendparlamente gestartet. Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 25 Jahren können ihre Anliegen und Ideen, welche die nationale Politik betreffen, auf der Plattform www.engage.ch/schweiz posten. Im Anschluss wählen die dreizehn jüngsten National- und Ständerätinnen je eine Idee aus und bringen sie in den politischen Prozess ein. Lehrerinnen und Lehrer können die Jugendlichen auf diese Kampagne, die politisches Engagement ermöglicht, aufmerksam machen.

www.engage.ch/schweiz

 

 

 


18.02.2020

Zweite Landessprache unter Druck

Und wieder mal wird die zweite Landessprache unterminiert. Diesmal soll sie für angehende Kaufleute von der obligatorischen Grundlage zum Wahlpflichtfach herabgestuft werden. Dies plant die Schweizerische Konferenz der kaufmännischen Ausbildungs- und Prüfungsbranchen SKKAB im Rahmen der Bildungsreform “Kaufleute 2022”. Die Folgen sind absehbar: Ein Stück Schweizer …

Zweite Landessprache unter Druck


Und wieder mal wird die zweite Landessprache unterminiert. Diesmal soll sie für angehende Kaufleute von der obligatorischen Grundlage zum Wahlpflichtfach herabgestuft werden. Dies plant die Schweizerische Konferenz der kaufmännischen Ausbildungs- und Prüfungsbranchen SKKAB im Rahmen der Bildungsreform “Kaufleute 2022”. Die Folgen sind absehbar: Ein Stück Schweizer Kultur, die zweite Landessprache, geht zunehmend verloren.

Zingg, Samuel: Modularisierung ja - aber nicht auf Kosten der Landessprachen! LCH. 4.2.2020

 

 

 


17.02.2020

Upgrading - nicht Polarisierung

Der technologische Wandel führt zu einer höheren Nachfrage nach Hochqualifizierten. Jobs mit tiefer Qualifikation und entsprechend tiefem Lohn nehmen ab. Das zeigen die Ökonomen Daniel Oesch und Giorgio Piccitto für Westeuropa im Zeitraum zwischen 1992 und 2015.  Sie widerlegen damit die These von der Polarisierung (Gleichzeitiges Wachstum von tief- und hochqualifizeirter …

Upgrading - nicht Polarisierung


Der technologische Wandel führt zu einer höheren Nachfrage nach Hochqualifizierten. Jobs mit tiefer Qualifikation und entsprechend tiefem Lohn nehmen ab. Das zeigen die Ökonomen Daniel Oesch und Giorgio Piccitto für Westeuropa im Zeitraum zwischen 1992 und 2015.  Sie widerlegen damit die These von der Polarisierung (Gleichzeitiges Wachstum von tief- und hochqualifizeirter Arbeit). Die angebliche Erosion der Mittelklasse erweist sich als Mythos. Einen Stellenzuwachs gab es vor allem in der oberen Mittelklasse (ManagerInnen, JuristInnen, InformatikerInnen, IngenieurInnen, ÄrztInnen, LehrerInnen). Im Gegensatz dazu erodiert die traditionelle Arbeiterklasse: tief qualifizierte Büroangestellte und Produktionsarbeitskräfte. Fazit: In den vergangenen beiden Jahrzehnten schufen Wirtschaft und Staat eine wachsende Zahl von Arbeitsstellen, welche eine höhere Bildung erfordern. In Westeuropa wachsen die Ansprüche durch Automatisierung. Tief qualifizierte Arbeit wird in Billiglohn-Länder verlagert.  


Oesch, Daniel / Piccitto, Giorgio: Der Mythos der Job-Polarisierung: Westeuropas Berufsstruktur wurde aufgewertet. Oekonomenstimme. 17.2.2020

 

 

 


04.02.2020

Tech-Philanthropen oder Datenkraken?

Tech-Milliardäre wie Mark Zuckerberg oder Bill Gates schaffen Fakten: Mark Zuckerberg testet derzeit seine Version des computergestützten Lernens an 380 amerikanischen Schulen. In diesem Jahrzehnt will er den Grossteil der amerikanischen Schulen erfassen, danach soll es international zugänglich werden. Im Kern steht die Idee des personalisierten Lernens dank Programmen mit …

Tech-Philanthropen oder Datenkraken?


Tech-Milliardäre wie Mark Zuckerberg oder Bill Gates schaffen Fakten: Mark Zuckerberg testet derzeit seine Version des computergestützten Lernens an 380 amerikanischen Schulen. In diesem Jahrzehnt will er den Grossteil der amerikanischen Schulen erfassen, danach soll es international zugänglich werden. Im Kern steht die Idee des personalisierten Lernens dank Programmen mit Künstlicher Intelligenz. Der Klassenunterricht in seiner bisherigen Form soll überwunden werden.


Haller, Ursina: Wie Tech-Unternehmer um Mark-Zuckerberg den Schulunterricht weltweit umbauen wollen - und Daten von Schülern sammeln. NZZaS. 1.2.2020