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12.04.2018

Berufsbildung – Selbstkritik und Reformwille

Kritische Töne zur Berufslehre werden derzeit lauter. NZZ-Journalist Walter Bernet formuliert als entscheidende Frage, ob die Berufslehrer die Jugendlichen rüstet für eine «digitalisiert-mathematisch getaktete (Arbeits-)Welt». Weil die Wirtschaft immer höhere Anforderungen, stellt, muss laut Bernet ein tertiärer Abschluss zum Normalfall werden. Bernet sieht …

Berufsbildung – Selbstkritik und Reformwille


Kritische Töne zur Berufslehre werden derzeit lauter. NZZ-Journalist Walter Bernet formuliert als entscheidende Frage, ob die Berufslehrer die Jugendlichen rüstet für eine «digitalisiert-mathematisch getaktete (Arbeits-)Welt». Weil die Wirtschaft immer höhere Anforderungen, stellt, muss laut Bernet ein tertiärer Abschluss zum Normalfall werden. Bernet sieht eine wachsende Zahl von Verlierern des wirtschaftlichen Wandels. Grundbildungen müssen nachgeholt, Weiterbildungen flexibilisiert werden.

 

 

Quelle: Bernet, Walter: Das Werkstück Lehre braucht Bearbeitung. NZZ, 12. April 2018

 

 


08.04.2018

Pädagogik - Digitale Transformation

Wird die Digitalisierung in der Schule über- oder unterschätzt? Orientierung bietet die Unterscheidung zwischen den Begriffen "Digitalisierung" (E-Mail statt Brief, Beamer statt Hellraumprojektor) und "digitale Transformation", also Prozesse und Produkte, die es früher nicht geben konnte. Dazu gehören z.B. künstliche Intelligenzen, autonome Fahrzeuge, Industrialisierung …

Pädagogik - Digitale Transformation


Wird die Digitalisierung in der Schule über- oder unterschätzt? Orientierung bietet die Unterscheidung zwischen den Begriffen "Digitalisierung" (E-Mail statt Brief, Beamer statt Hellraumprojektor) und "digitale Transformation", also Prozesse und Produkte, die es früher nicht geben konnte. Dazu gehören z.B. künstliche Intelligenzen, autonome Fahrzeuge, Industrialisierung 4.0. In der Bildung kann man z.B. zeit- und ortsunabhängig Texte, Bilder usw. bearbeiten. Lernplattformen geben individuelle Rückmeldungen. Diese Neuerungen machen den Lernort Schule nicht überflüssig. Doch Lehrpersonen brauchen eine entsprechende Bildung, um die neuen Instrumente einsetzen zu können.

Quelle: Beat A. Schwendimann: Standpunkt. Bildung Schweiz. 27.3.2018


08.04.2018

Gymnasium – Fördern mit Olympiade

«Die Anerkennung kognitiver Leistungen ist in der Schweiz nicht so ausgeprägt», sagt Cyrille Boinay, Geschäftsführer von Science Olympiad Schweiz. An der Präsidentenkonferenz des VSG in Olten präsentiert er die Wissenschafts-Olympiade und ihre neuen Disziplinen wie z.B. Robotik. Im Gegensatz zu den Swiss- und Worldskills ist diese Form von …

Gymnasium – Fördern mit Olympiade


«Die Anerkennung kognitiver Leistungen ist in der Schweiz nicht so ausgeprägt», sagt Cyrille Boinay, Geschäftsführer von Science Olympiad Schweiz. An der Präsidentenkonferenz des VSG in Olten präsentiert er die Wissenschafts-Olympiade und ihre neuen Disziplinen wie z.B. Robotik. Im Gegensatz zu den Swiss- und Worldskills ist diese Form von Begabtenförderung am Gymnasium erst wenig etabliert. Sie erfährt auch noch nicht die gleiche mediale Aufmerksamkeit. Auch Christoph Thomann von Berufsbildung Schweiz ruft die Gymnasien dazu auf, die Wissenschafts-Olympiade zu fördern und damit ihre Leistungen besser publik zu machen. Er erinnert zugleich daran, dass Erfolge wie an den WorldSkills in Abu Dhabi nur mit gezielter Vorbereitung möglich sind.


05.04.2018

Berufsbildung – Praxisintegriertes Bachelorstudium (Pibs)

Durch Digitalisierung und Automatisierung werden ohnehin anspruchsvolle Berufslehren in Berufsfeldern wie PolymechanikerIn, ElektronikerIn, InformatikerIn noch einmal schwieriger: Es braucht Leute, die hochabstrakt denken können, die Prozesse der digitalen Produktion verstehen und planen können. Laut Branchenverband Swissmem bleiben jährlich bis sieben Prozent dieser Lehrstellen …

Berufsbildung – Praxisintegriertes Bachelorstudium (Pibs)


Durch Digitalisierung und Automatisierung werden ohnehin anspruchsvolle Berufslehren in Berufsfeldern wie PolymechanikerIn, ElektronikerIn, InformatikerIn noch einmal schwieriger: Es braucht Leute, die hochabstrakt denken können, die Prozesse der digitalen Produktion verstehen und planen können. Laut Branchenverband Swissmem bleiben jährlich bis sieben Prozent dieser Lehrstellen unbesetzt. Die Konkurrenz des Gymnasiums ist hier besonders gross. Die Lehrlinge müssen laut Bruno Wicki, Berufsbildungsverantwortlicher bei Schindler, in Mathematik ebenso gut sein wie GymnasiastInnen. Laut Pisa-Studie sind die besten 25 Prozent dieser Gruppe besser als die meisten GymnasiastInnen. Wicki wirft den Gymnasien vor, sie gingen davon aus, das Sek-B-Niveau reiche für diese Lehrstellen.

Das Modell «Way up» will technikaffine MaturandInnen gewinnen. Sie machen nach der Matur eine verkürzte Lehre in Unternehmen der MEM- Industrie und studieren berufsbegleitend an einer Fachhochschule. Dieses so genannte praxisintegrierte Studium dauert vier Jahre und führt zum Bachelordiplom.

 Quelle: Schwarzenbach, Robin: Lieber in die Fabrik als an die ETH. NZZ, 5. April 2018


05.04.2018

Berufslehre – Streit über «Berufsbildung 2030»

Hans Ulrich Bigler vom Gewerbeverband SGV und Theo Ninck vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI geben sich Saures. Das SBFI hat im Januar das Leitbild «Berufsbildung 2030» verabschiedet, Bigler hält es für gescheitert. Er fordert mehr finanzielle Unterstützung für die höhere Berufslehre. Und er warnt davor, zuviel theoretische …

Berufslehre – Streit über «Berufsbildung 2030»


Hans Ulrich Bigler vom Gewerbeverband SGV und Theo Ninck vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI geben sich Saures. Das SBFI hat im Januar das Leitbild «Berufsbildung 2030» verabschiedet, Bigler hält es für gescheitert. Er fordert mehr finanzielle Unterstützung für die höhere Berufslehre. Und er warnt davor, zuviel theoretische und überbetriebliche Kompetenzen wie z.B. ICT und Fremdsprachen in die Grundbildung packen zu wollen. Man stosse da an Grenzen. Ninck hingegen plädiert für eine modulartige Struktur der Berufslehre, damit man nicht jeden Beruf von Grund auf lernen muss. Und er will in der Grundbildung mehr überberufliche Kompetenzen wie ICT und Sprachen vermitteln.

 

Quelle: NZZ, 5. April 2018


04.04.2018

Genf - Schulpflicht bis 18

Ab dem Schuljahr 2018/19 gilt in Genf als erstem Schweizer Kanton die Bildungspflicht bis zum 18. Lebensjahr. Es ist Minderjährigen nicht mehr erlaubt, die Schule oder Lehre abzubrechen, ohne dass eine Lösung gesucht wird. Vorgesehen sind individuelle Massnahmen, welche alle in Genf wohnhaften Jugendlichen zurück ins Bildungssystem führen. Im Moment sind es rund 550 …

Genf - Schulpflicht bis 18


Ab dem Schuljahr 2018/19 gilt in Genf als erstem Schweizer Kanton die Bildungspflicht bis zum 18. Lebensjahr. Es ist Minderjährigen nicht mehr erlaubt, die Schule oder Lehre abzubrechen, ohne dass eine Lösung gesucht wird. Vorgesehen sind individuelle Massnahmen, welche alle in Genf wohnhaften Jugendlichen zurück ins Bildungssystem führen. Im Moment sind es rund 550 Minderjährige, die ihre Ausbildung vor dem ersten Diplom unterbrechen. Die obligatorische Bildungspflicht bis zur Volljährigkeit wurde 2012 vom Genfer Stimmvolk angenommen und fand Eingang in die Genfer Konstitution. Damit spielt Genf eine Pionierrolle in der Schweizer Bildungslandschaft.

 

Quelle: Medienmitteilung Kanton Genf, 5.3.2018