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22.11.2017

Schweiz – Ratschläge der OECD

Die Staatsausgaben für Bildung, Weiterbildung und Kinderbetreuung sollen zu-, jene für Agrarsubventionen abnehmen. Das rät die OECD in ihrem jüngsten Länderbericht der Schweiz. Damit soll das derzeit schwache Wirtschaftswachstum angekurbelt werden. Innovative Startups sollen besser gefördert werden. Zudem sollen Privatisierung (etwa der Swisscom) und der Wettbewerb …

Schweiz – Ratschläge der OECD


Die Staatsausgaben für Bildung, Weiterbildung und Kinderbetreuung sollen zu-, jene für Agrarsubventionen abnehmen. Das rät die OECD in ihrem jüngsten Länderbericht der Schweiz. Damit soll das derzeit schwache Wirtschaftswachstum angekurbelt werden. Innovative Startups sollen besser gefördert werden. Zudem sollen Privatisierung (etwa der Swisscom) und der Wettbewerb weiter gefördert und das Rentenalter an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden.


22.11.2017

Pädagogik – Wissen schafft Praxis

Praxisnähe gilt oft als erstrebenswerte Lernform, Theorie hingegen als überflüssig. Dies insbesondere bei Fachhochschulen und in der Lehrerbildung. Für die Fachzeitschrift fhch zeigt Sibylle Künzli Kläger, wie theoretisches Wissen hilft, praktische Erfahrungen einzuordnen und das eigene Tun zu reflektieren. Videoaufzeichnungen machen sichtbar, wie angehende …

Pädagogik – Wissen schafft Praxis


Praxisnähe gilt oft als erstrebenswerte Lernform, Theorie hingegen als überflüssig. Dies insbesondere bei Fachhochschulen und in der Lehrerbildung. Für die Fachzeitschrift fhch zeigt Sibylle Künzli Kläger, wie theoretisches Wissen hilft, praktische Erfahrungen einzuordnen und das eigene Tun zu reflektieren. Videoaufzeichnungen machen sichtbar, wie angehende Lehrpersonen aufgrund unreflektierter Annahmen und Überzeugungen handeln, wie sie mit Kindern unterschiedlich kommunizieren aufgrund von Zuschreibungen wie lernschwach, fremdsprachig, verhaltensauffällig. Das heisst: Angehende Lehrpersonen wissen nicht genau, was sie tun, und sie tun mehr, als sie wissen. Theorie und Reflexion können hier unbewusst tradierte Teufelskreise und Ungleichheiten durchbrechen.


22.11.2017

Pädagogik – Autoritäre Arbeitsblätter

Moderne Pädagogik verspricht Selbstentfaltung, individualisiertes Lernen im eigenen Tempo, Abschaffung von Frontalunterricht und autoritären Strukturen. Die Lehrperson wird zum begleitenden Lerncoach. Für den deutschen Philosophen Christoph Türcke ist das blosser Schein. Denn die autoritären Strukturen wandern bloss ab in den Imperativ in Lernmaterialien (Fülle aus! …

Pädagogik – Autoritäre Arbeitsblätter


Moderne Pädagogik verspricht Selbstentfaltung, individualisiertes Lernen im eigenen Tempo, Abschaffung von Frontalunterricht und autoritären Strukturen. Die Lehrperson wird zum begleitenden Lerncoach. Für den deutschen Philosophen Christoph Türcke ist das blosser Schein. Denn die autoritären Strukturen wandern bloss ab in den Imperativ in Lernmaterialien (Fülle aus! Rechne zusammen!). Jedes Kind bekommt so seinen individuellen Frontalunterricht durch Arbeitsblätter. Digitale Arbeitsmaterialien potenzieren diesen Prozess. Aufgabe der Lehrpersonen ist es nicht mehr, Wissen zu vermitteln, sondern die Lernenden am Computer zu beaufsichtigen. Die Politik greift diese Entwicklung dankbar auf, um zu sparen: Lernen am Computer könne man auch zuhause, heisst es. So lassen sich Sparmassnahmen und Bildungsabbau als pädagogischer Fortschritt verkaufen.


17.11.2017

Berufsmaturität – Flexibilisierung und Promotion

Die Berufsmaturität soll gestärkt werden. Daran arbeiten das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI und Partner seit 2014. Dazu gehört eine Flexibilisierung des berufsbegleitenden Unterrichts. Vorgesehen ist eine stärkere Entkoppelung von BM-Unterricht und Berufslehre. Insbesondere soll die Möglichkeit, den Unterricht erst nach der Lehre zu …

Berufsmaturität – Flexibilisierung und Promotion


Die Berufsmaturität soll gestärkt werden. Daran arbeiten das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI und Partner seit 2014. Dazu gehört eine Flexibilisierung des berufsbegleitenden Unterrichts. Vorgesehen ist eine stärkere Entkoppelung von BM-Unterricht und Berufslehre. Insbesondere soll die Möglichkeit, den Unterricht erst nach der Lehre zu machen, ausgebaut werden. Ebenfalls diskutiert wird eine Variante, den BM-Unterricht vor der Lehre zu absolvieren. Allerdings stösst dieser Vorschlag auf wenig Gegenliebe. Offen ist noch, ob einzelne Kantone dieses Modell im Rahmen eines Pilotprojekts ausprobieren dürfen. Derzeit werden Informationen und Promotionsinstrumente an die Partner, Berufsberatungen, Schulen, Organisationen und Medien verteilt.


17.11.2017

PH Bern – Warnung für angehende Geschichtslehrpersonen

Studierende an der Pädagogischen Hochschule Bern, die beim Geschichts-Fachdidaktiker Walter Frey studieren wollen, erhalten einen Brief mit klaren Worten: Sie werden darauf hingewiesen, dass am Gymnasium nur wenige Job-Angebote zur Verfügung stehen. Die Institutionsleitung der Sekundarstufe II weist an Informationstagen und auf der Webseite auf die heikle Situation auf dem Arbeitsmarkt …

PH Bern – Warnung für angehende Geschichtslehrpersonen


Studierende an der Pädagogischen Hochschule Bern, die beim Geschichts-Fachdidaktiker Walter Frey studieren wollen, erhalten einen Brief mit klaren Worten: Sie werden darauf hingewiesen, dass am Gymnasium nur wenige Job-Angebote zur Verfügung stehen. Die Institutionsleitung der Sekundarstufe II weist an Informationstagen und auf der Webseite auf die heikle Situation auf dem Arbeitsmarkt hin. Auch einen Numerus Clausus zog das Institut in Erwägung, doch der Leistungsauftrag der Erziehungsdirektion erlaubt das nicht. Was das Institut anbietet, sind Weiterbildungskurse für den allgemeinbildenden Unterricht an Berufsschulen oder für die Sekundarstufe I. Viele Historikerinnen und Historiker arbeiten heute ausserhalb des Lehrberufs.


11.11.2017

Schweiz - Relativer Anstieg der Bildungskosten?

Die öffentlichen Bildungsausgaben der Schweiz sind von rund 23 Milliarden (2001) auf 36 Milliarden (2014) angestiegen. Zu indexierten Preisen bedeutet das einen Anstieg von 47 Prozent. Im gleichen Zeitraum sind die Gesamtausgaben um 26 Prozent und das BIP um 28 Prozent gestiegen. Die Ausgaben für Bildung sind also überproportional angestiegen. Im Jahr 2000 machte die Bildung 14,3 …

Schweiz - Relativer Anstieg der Bildungskosten?


Die öffentlichen Bildungsausgaben der Schweiz sind von rund 23 Milliarden (2001) auf 36 Milliarden (2014) angestiegen. Zu indexierten Preisen bedeutet das einen Anstieg von 47 Prozent. Im gleichen Zeitraum sind die Gesamtausgaben um 26 Prozent und das BIP um 28 Prozent gestiegen. Die Ausgaben für Bildung sind also überproportional angestiegen. Im Jahr 2000 machte die Bildung 14,3 Prozent der Gesamtausgaben aus. Im Jahr 2014 17.3 Prozent. Gemessen am BIP stieg der Anteil der Bildungskosten von 4.9 (2000) auf 5.6 Prozent (2014). Ist das für eine Bildungsnation wie die Schweiz nun viel oder wenig?

 

Einen Anhaltspunkt kann hier der Vergleich mit anderen OECD-Ländern liefern. Allerdings rechnet die OECD etwas anders. Die öffentlichen Bildungsangaben der OECD liegen im Durschnitt bei 4.4 Prozent. Den Schweizer Wert gibt die OECD mit 4.7 Prozent an. Am höchsten sind die Werte in Dänemark (6.3), Norwegen (6.1), Island (5.7), Finnland und Belgien (5.6 Prozent). Ein Vergleich mit unseren Nachbarn zeigt: Gemessen am BIP gibt die Schweiz mehr für Bildung aus als Italien (3.6) und Deutschland (3.7), gleich viel wie Österreich und etwas weniger Frankreich (4.8 Prozent). Laut OECD nahm in der Schweiz der Anteil öffentlicher Bildungsausgaben am BIP in den letzten zehn Jahren nicht zu, sondern er blieb stabil. 2005 betrug er 4.8 Prozent, heute liegt er bei 4.7 Prozent.